am ersten Mai wird in Herr Lafontaines in Oldenburg als Hauptredner zu hören sein. Da wird die Betrachtung, von Peter Trotzig, über die bisherigen Bemerkungen von Oskar wieder aktuell.
Lafontaines Nationalismus
Herr Lafontaine meint und verteidigt folgende Aussage: "Der Staat ist verpflichtet zu verhindern, dass Familienväter und Frauen arbeitslos werden, weil Fremdarbeiter ihnen zu Billiglöhnen die Arbeitsplätze wegnehmen."
Soweit ich das bisher verfolgen konnte kritisierte die "Linke" daran zu recht und mit Nachdruck den Gebrauch des Wortes "Fremdarbeiter", diesen skrupellosen Gebrauch des Nazijargons. Sollte es aber nichts gegen diesen Satz einzuwenden geben,wenn es statt "Fremdarbeiter" beispielsweise "befreundete Menschen aus Nachbarländern" geheißen hätte? Dann wären immer noch Menschen, die vom Verkauf Ihrer Arbeitskraft leben, die angeblichen Akteure, Subjekte des Geschehens,die anderen lohnabhängigen Menschen die Arbeitsplätze "wegnehmen". Warum wird das nicht kritisiert, ist der Antikapitalismus schon so weit auf den Hund gekommen? Hat der Mensch sich an diese Sprüche schon so sehr gewöhnt, um nicht zu erkennen welcher Affront gegen die Kapitalismuskritik darin steckt?



