Vom Recht, in der Tonne zu leben

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In Dresden gehen die Behörden bald mit repressiven Verordnungen gegen bettelnde Menschen in der Innenstadt vor. Mit einem Bußgeld bis 1000€ soll, so der Plan, bestraft werden, wer in Begleitung von Kindern bettelt oder betteln lässt. Über die repressiven Einsperrungs-, Aussperrungs- und Vertreibungsmethoden der bürgerlichen Herrschaft gegen die Personifikationen der sozialen Verwerfungen, die sie hervorbringt, wurden auch an dieser Stelle schon zahlreiche Worte verloren. Was an diesem Fall interessiert, ist nicht so sehr die Selbstverständlichkeit, mit der Armut (= arme Leute) bekämpft werden, zumal die gesellschaftliche Mitte hier ihre rassistischen Selbstverständlichkeiten mobilisiert sehen darf, da sie nicht damit fertig wird, zu betonen, dass es sich um „Roma“, „Slowaken“ oder was auch immer für Ausländer handelt, „…die nur hier herkommen usw.“
Interessant ist eher die Reaktion der dresdener Linken: Aus verschiedenen antirassistischen und anderen linken Schwerpunktgruppen in Dresden hat sich nämlich eine Solidaritätsgruppierung zusammengetan, um (nein, nicht um die Produktionsweise und ihr staatlichen Verwalter anzuklagen, die Menschen zu Bettlern macht, sondern) das Recht auf Betteln einzufordern. “Vom Recht, in der Tonne zu leben” weiterlesen

“Gebrauchswertökonomie”

Zur Debatte für eine Alternative hat Renate Dillmann ein Buch geschrieben.  Eine Frage daraus ist sehr bedenkenswert. Erstaunlich ist es das die Frage des Haben in einer anderen Gesellschaftsform dieselbe sein soll wie im Kapitalismus, sofort wird das Haben wollen interessant wenn es um konkrete Produkte geht. Es muss ein Inhaltlicher Standpunkt vermittelt werden und nicht “gute” Werbestrategen “zu Rate” gezogen werden.