Jerusalem

Geschichtlich ist es nachzuvollziehen weshalb die Palästinenser davon getroffen sind das Jerusalem zur Hauptstadt Israels werden soll. Es ist eine stark Emotionale Angelegenheit.

Die Europäische Linke, was reitet sie, sich zu echauffieren vor allem wie? Haben sie eine Idee die den Konflikt befrieden könnte und die Palästinenser weiter bringt? Hat sie mal entwickelt das im jetzigen Kapitalismus auch nur irgendeine Chance besteht den Zustand der Palästinenser Militärisch zu lösen? Das noch wo die Kapitalkräftigsten Staaten die Israelis unterstützen allen voran die USA? Das die Erfahrungen von Jahrzehnten zeigt das die Palästinenser keinen Schritt weitergekommen sind. Sie leben in vollständiger Abhängigkeit, sie können ihren Lebensunterhalt nicht selbst sichern, dabei wird viel Geld ausgegeben um Scharmützel mit Israel am Leben zu halten.

UNO hin UNO her, auch nur eine Organisation der Herrschenden um sie zu bedienen. Darauf Hinzuweisen verbessert die Lebensumstände der Palästinenser nicht, aber darauf sollte sie nicht zählen.

Die Befreiung von Lohnarbeit würde ein zurückdrängen der Israelis immer noch nicht führen. Wenn die Palästinenser sich ähnlich wie die Kurden organisieren würden um einer Sozialem Emanzipation näher zu kommen wäre es was für die Zukunft. Jetzt ist die Reproduktion, Ernährung, Bildung und Selbstverteidigung nicht gesichert, das gehört aber in die Hände des Volkes.

Was ist die Idee wie sich Palästina wirtschaftlich und Politisch organisieren will? Was wollen die Palästinenser verteidigen? Die Unterdrückung der sie ausgesetzt waren und sind?

Es gibt ein Volk in der Region das Ähnliche Unterdrückung erfahren hat, die Kurden. Die haben eine Idee für die Zukunft, bei denen steht an erster Stelle die Selbstbestimmung.

Wenn die Ansätze der Kurden in Syrien als Beispiel genommen werden die Widersprüche auch unter den Palästinensern in den Hintergrund treten. Auch für die Frauen wird es ein riesiger Schritt zur Selbstbestimmung sein und ein Schlag ins Gesicht ihrer „Feinde“.

Jammern über das unvermeidliche oder bestehende bringt nicht weiter, zumal es auf Moralischer Ebene stattfindet, das nur beschreibt und nichts ändert.

So behindert die UNO mit ihren Beschlüssen das die Palästinenser nach vorne schauen. Der Beschluss, der Amerikaner, Jerusalem als Hauptstadt Israels zu betrachten konnte in der UNO wohlfeil von den anderen Imperialisten getrost abgelehnt werden, es war klar das die USA Veto einlegen. Was haben die Europäer bisher geleistet und was leisten sie jetzt, außer Waffen an Israel zu liefern. Deutschland liefert fast kostenfrei für die Israelis.

An die Kurden sei hier erinnert. https://de.indymedia.org/node/14323

Einst wurde die kurdische Befreiungsbewegung in der deutschen Linken als nationalistisch verschrien. Mit Kobanê wurde sie plötzlich „in“. Mittlerweile dominieren Romantisierung einerseits, Verunglimpfung als imperialistischer Trojaner andererseits. Aber worum geht es in Rojava? Ein Debattenbeitrag.

Vom Recht, in der Tonne zu leben

kritischeperspektive.com

In Dresden gehen die Behörden bald mit repressiven Verordnungen gegen bettelnde Menschen in der Innenstadt vor. Mit einem Bußgeld bis 1000€ soll, so der Plan, bestraft werden, wer in Begleitung von Kindern bettelt oder betteln lässt. Über die repressiven Einsperrungs-, Aussperrungs- und Vertreibungsmethoden der bürgerlichen Herrschaft gegen die Personifikationen der sozialen Verwerfungen, die sie hervorbringt, wurden auch an dieser Stelle schon zahlreiche Worte verloren. Was an diesem Fall interessiert, ist nicht so sehr die Selbstverständlichkeit, mit der Armut (= arme Leute) bekämpft werden, zumal die gesellschaftliche Mitte hier ihre rassistischen Selbstverständlichkeiten mobilisiert sehen darf, da sie nicht damit fertig wird, zu betonen, dass es sich um „Roma“, „Slowaken“ oder was auch immer für Ausländer handelt, „…die nur hier herkommen usw.“
Interessant ist eher die Reaktion der dresdener Linken: Aus verschiedenen antirassistischen und anderen linken Schwerpunktgruppen in Dresden hat sich nämlich eine Solidaritätsgruppierung zusammengetan, um (nein, nicht um die Produktionsweise und ihr staatlichen Verwalter anzuklagen, die Menschen zu Bettlern macht, sondern) das Recht auf Betteln einzufordern. „Vom Recht, in der Tonne zu leben“ weiterlesen

“Gebrauchswertökonomie”

Zur Debatte für eine Alternative hat Renate Dillmann ein Buch geschrieben.  Eine Frage daraus ist sehr bedenkenswert. Erstaunlich ist es das die Frage des Haben in einer anderen Gesellschaftsform dieselbe sein soll wie im Kapitalismus, sofort wird das Haben wollen interessant wenn es um konkrete Produkte geht. Es muss ein Inhaltlicher Standpunkt vermittelt werden und nicht “gute” Werbestrategen “zu Rate” gezogen werden.