150 Jahre “Das Kapital”

Marx veröffentlicht seinen “Faust”

Vor 150 Jahren erscheint “Das Kapital. Erster Band”

12.09.2017: Seit Mittwoch (7. September) würdigt das Hamburger “Museum der Arbeit” in einer umfangreichen Ausstellung “Das Kapital”, das vor 150 Jahren im Hamburger Verlagshaus Otto Meissner veröffentlicht wurde. Zu bestaunen ist auch eine “Kapital”-Erstausgabe von 1867 – und diese ist nicht nur zu sehen, sondern man kann sie auch käuflich erwerben. Der Besitzer, ein Wiener Antiquariat, bietet das Exemplar für 1,5 Millionen zum Verkauf an.

Für den Autor selbst war sein Werk allerdings nicht so lukrativ. Das hatte er von Anfang an befürchtet. An seinen Schwiegersohn Paul Lafargue schrieb Karl Marx, nachdem er das Manuskript bei seinem Verleger abgeliefert hatte: “‘Das Kapital’ wird mir nicht einmal so viel einbringen, als mich die Zigarren gekostet, die ich beim Schreiben geraucht.” Da sollte der sich ständig in Geldnöten befindliche Marx leider Recht behalten.

Dabei hatte er sich mit diesem Werk länger herumgequält, als er sich das gedacht hatte. Im April 1851 schrieb er an Engels, dass er, einmal begonnen, “in fünf Wochen mit der ganzen ökonomischen Scheiße fertig” sein würde. Hier irrte der Meister. Tatsächlich sollten sechzehn Jahre vergehen, ehe Marx den ersten Teil seiner Untersuchungen veröffentlichte. Das lag – neben den gesundheitlichen und wirtschaftlichen Problemen, denen sich Marx zeitlebens ausgesetzt sah – vor allem auch an der komplizierten Materie, der Marx auf den Grund gehen wollte.   “das ökonomische Bewegungsgesetz der modernen Gesellschaft zu enthüllen”

http://www.kommunisten.de

SPD und Karl Marx, gesehen von Klaus Köster

 

 

 

 

 

 

 

 


 

Vom Recht, in der Tonne zu leben

kritischeperspektive.com

In Dresden gehen die Behörden bald mit repressiven Verordnungen gegen bettelnde Menschen in der Innenstadt vor. Mit einem Bußgeld bis 1000€ soll, so der Plan, bestraft werden, wer in Begleitung von Kindern bettelt oder betteln lässt. Über die repressiven Einsperrungs-, Aussperrungs- und Vertreibungsmethoden der bürgerlichen Herrschaft gegen die Personifikationen der sozialen Verwerfungen, die sie hervorbringt, wurden auch an dieser Stelle schon zahlreiche Worte verloren. Was an diesem Fall interessiert, ist nicht so sehr die Selbstverständlichkeit, mit der Armut (= arme Leute) bekämpft werden, zumal die gesellschaftliche Mitte hier ihre rassistischen Selbstverständlichkeiten mobilisiert sehen darf, da sie nicht damit fertig wird, zu betonen, dass es sich um „Roma“, „Slowaken“ oder was auch immer für Ausländer handelt, „…die nur hier herkommen usw.“
Interessant ist eher die Reaktion der dresdener Linken: Aus verschiedenen antirassistischen und anderen linken Schwerpunktgruppen in Dresden hat sich nämlich eine Solidaritätsgruppierung zusammengetan, um (nein, nicht um die Produktionsweise und ihr staatlichen Verwalter anzuklagen, die Menschen zu Bettlern macht, sondern) das Recht auf Betteln einzufordern. “Vom Recht, in der Tonne zu leben” weiterlesen

“Gebrauchswertökonomie”

Zur Debatte für eine Alternative hat Renate Dillmann ein Buch geschrieben.  Eine Frage daraus ist sehr bedenkenswert. Erstaunlich ist es das die Frage des Haben in einer anderen Gesellschaftsform dieselbe sein soll wie im Kapitalismus, sofort wird das Haben wollen interessant wenn es um konkrete Produkte geht. Es muss ein Inhaltlicher Standpunkt vermittelt werden und nicht “gute” Werbestrategen “zu Rate” gezogen werden.